abschied vom porsche

 

prosche 924 hdr

Vor sechs Jahren hatte ich Lust mir ein Auto zu zulegen. Es sollte etwas besonderes und ein wenig ungewöhnliches sein. Ein halbes Jahr habe ich gesucht, nach kurzer Zeit war schon klar, dass es durchaus ein Porsche 924 werden könnte. An einem Tag, an dem ich von Dortmund mal wieder nach Osnabrück fahren wollte, habe ich vormittags noch schnell eine der gängigen Internetplattformen aufgemacht und dort den Wagen bei einem Händler in Herford gefunden – ganz frisch eingestellt. Also habe ich einen kleinen Umweg gemacht und gleich zugeschlagen.

Zwei Monate später, nach nur kleinen Reparaturen und genau passend zu seinem 30sten Geburtstag, habe ich dann meinen Porsche direkt mit Oldtimer-Zulassung angemeldet.

In den sechs Jahren hat der Wagen mich an Reparaturen so einiges gekostet, aber das Geld zählt am Ende nicht. Denn der Wagen war zuverlässig, praktisch, (relativ) sparsam und – sehr viel wichtiger – hat unglaublich viel Spaß gemacht. Hermann, wie ich ihn nach einer kleinen Panne vor dem Haus der Familie Hesse getauft habe, war toll zu fahren, durch die Gewichtsverteilung von Frontmotor und Getriebe im Heck war er super in Kurven (und das auch dann, wenn die Haftung am Boden überwunden war), flott war er auch und mit dem Targadach im Sommer ein besonderes Vergnügen. Ich war auf einer Belgienrundreise, bei Youngtimertreffen und auch für ein paar Runden in der grünen Hölle. Ich habe mit dem Wagen Blicke auf mich gezogen – der 924er ist einfach eine zeitlose elegante Schönheit.

Jetzt wurde es Zeit sich zu trennen. Die anstehenden Reparaturen sind mit Kosten verbunden, die für mich über den Werterhalt hinaus gehen. Es war Zeit für eine Entscheidung mit dem Kopf und nicht mit dem Herz. Fehlen wird er mir trotzdem.

Farewell, Hermann.

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